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Transkript für Folge 31 von "Pippo & Paul talken Innovation"

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Paul Wesendonk: [00:00:04] Nenenenene Boom. Du du geile, ich liebe dich, du.

Philipp Hoffmann: [00:00:19] Jetzt hab ich schon dreimal eingeatmet, um die Ansage zu machen, aber letztes Mal war es so plötzlich vorbei.

Paul Wesendonk: [00:00:26] Ja, ich weiß, dass wir heute nicht so viel Zeit haben.

Philipp Hoffmann: [00:00:26] Und?

Paul Wesendonk: [00:00:28] Ich dachte, lass uns mal ein bisschen...

Philipp Hoffmann: [00:00:30] ...bisschen german okay, sehr gut, na gut, ja, und damit herzlich willkommen zu Folge 31 von Pippi und Paul Talk Innovation und ich glaube, dass die 1.

Paul Wesendonk: [00:00:31] Genau.

Philipp Hoffmann: [00:00:39] Folge, in der ich die Folgenzahl weiß, tatsächlich mega geil.

Paul Wesendonk: [00:00:43] Es ist der Anfang des Rest unseres Lebens. Wir haben ja gesagt, wir machen 30 Folgen, und dann gucken wir mal, und es gibt uns immer noch.

Philipp Hoffmann: [00:00:47] Ja, stimmt. Ja. Stimmt. Mega geil, ich hab gestern so einen Podcast gesehen auf LinkedIn, Startup Insider oder sowas, und die haben dann auch so gesagt, aber mir den kompletten Overhaul gemacht, neue Audioformate, neue CIA sozusagen, bla bla bla, alles neu, weil er mega Effort und so weiter und ich dachte so: Alter, was stellt euch doch nicht so an?

Paul Wesendonk: [00:01:02] Was ist denn euer Problem? Und dann meint er so: Ja, und wir sind jetzt auf Platz 1 wieder der Education Podcasts bei Apple und bla, und übrigens das ist jetzt auch unsere 3000. Folge, und ich sag nur so: 3000 Folgen, okay, wir haben wahrscheinlich schon ein bisschen Audience und Sponsoren und bla.

Philipp Hoffmann: [00:01:24] Genau. Genau.

Paul Wesendonk: [00:01:24] Okay, Bro. Oh, da ist es dann nicht so völlig egal, dass wir jetzt zwei unterschiedliche Mikrofone benutzen. Zum Beispiel, dass er Philipp so warm bei euch in den Ohren klingt und ich dann nur so gegen Schäfer.

Philipp Hoffmann: [00:01:36] Ja genau und ich richtig, so blechern. Aber wir haben gesagt, ab Folge 30 überlegen wir uns nochmal das Technik-Upgrade usw. Das hab ich jetzt gemacht.

Paul Wesendonk: [00:01:49] Und Du hast dir das überlegt und hast du eins gemacht und ich hab's mir überlegt und ich hab keins gemacht.

Philipp Hoffmann: [00:01:56] Ja, das war nicht so gut koordiniert, das muss man schon sagen.

Paul Wesendonk: [00:01:59] Nee?

Philipp Hoffmann: [00:02:00] Der Hintergrund ist, dass ich gestern unsere letzte Folge gehört hab, und das war ja wirklich horrible irgendwie, was ich da gehört hab und dann habe ich gedacht: Na, jetzt, morgen muss ich einfach dieses Mikro installieren, weil ich hab das Mikro ja eh und ich hatte es immer hier rumliegen und hab's letztens mal für einen anderen Podcast verwendet, wo ich als Gast war und da war die Qualität dann schon einfach besser und dann dachte ich ok komm, das muss ich jetzt hier an meinen Schreibtisch schrauben.

Paul Wesendonk: [00:02:09] Du gehst mir fremd.

Philipp Hoffmann: [00:02:25] Ja, ich wurde eingeladen, da kann ich nichts dafür.

Paul Wesendonk: [00:02:26] Tell me all about it. War es cool?

Philipp Hoffmann: [00:02:33] Nee war auch, war auch cool aber ja, genau was gibt es bei dir denn so Neues? Wie geht es?

Paul Wesendonk: [00:02:40] Was willst du mir nur als ich hab ja letzte Woche schon viel über das ganze Reisen geklagt, was auf mich zukommt, und jetzt bin ich so genau in der Mitte. Ich war letzte Woche in Augsburg, bin dann wieder ins Ruhrgebiet gefahren, dann ins Allgäu.

Philipp Hoffmann: [00:02:46] Und?

Paul Wesendonk: [00:02:56] Bin jetzt gestern Nacht wieder zurückgekommen und fahr gleich nach dieser Aufnahme direkt nach Erfurt.

Philipp Hoffmann: [00:03:03] Ja, man kommt rum. Ich hier ist ein bisschen...

Paul Wesendonk: [00:03:09] ...aber es ist schon cool, also ich bin bei einem großen Automobilhersteller mit den T-Shirts, die wir gemacht haben, das steht drauf: Ey Moderator, User, Interviews oder so, bis in die interne Teams Gruppe gekommen, weil jemand das T-Shirt fotografiert hat, ohne mit mir zu reden.

Philipp Hoffmann: [00:03:23] Aha.

Paul Wesendonk: [00:03:32] Und sein Kollege: Hey, dein T-Shirt kenn ich.

Philipp Hoffmann: [00:03:35] Ah ok.

Paul Wesendonk: [00:03:37] Und dann haben wir sogar mit zwei Fotos bin ich jetzt da bei denen im internen, quasi Slack, was irgendwie mir zeigt, dass das mit dem T-Shirts, diesen Start T-Shirt, nicht ganz so dämlich ist, wie ich immer dachte.

Philipp Hoffmann: [00:03:40] Ja, krass vor allem, wenn sie irgendwie witzig sind oder Möbel sozusagen.

Paul Wesendonk: [00:03:53] Ja, oder zumindest sagen, was sie sind. Wenn nur das Logo draufsteht, hilft halt gar nicht, glaube ich, aber wenn das Ding da steht ja und das war, das war cool.

Philipp Hoffmann: [00:04:02] Ja, na klar, cool.

Paul Wesendonk: [00:04:05] Die Messe war organisiert von einer Agentur. Das war richtig verrückt, das ist Team 23. Werbung unbezahlte. Das sind gleich so 80 Leute oder so keine Ahnung.

Philipp Hoffmann: [00:04:16] Und?

Paul Wesendonk: [00:04:19] Ja, völlig crazy, die machen das schon seit mehreren Jahren, die haben ein riesiges Gelände.

Philipp Hoffmann: [00:04:22] Und?

Paul Wesendonk: [00:04:23] Das hat sich angefühlt wie ein Festival.

Philipp Hoffmann: [00:04:25] Wo aber halt auf den Bühnen jetzt keine Band sind, sondern irgendwelche digitale Handels, die irgendwas erzählen.

Paul Wesendonk: [00:04:39] Also sehr nett gemeint natürlich, aber war einfach vier Bühnen. Es gab die Main Stage und die Soundso Stage und die Innovation Stage und Experience Stage und so.

Philipp Hoffmann: [00:04:43] Und?

Paul Wesendonk: [00:04:49] Die Messe war gut besucht, war preislich echt okay.

Paul Wesendonk: [00:04:51] Insbesondere bei Foodsharing. Umsonst waren aber ich habe mir viel Pommes gegessen und auch Kaffee getrunken, weil du hast ja nichts und es war echt cool. Also Augsburg kann ich empfehlen, paar Leute getroffen haben, paar wenige Leute wiedergetroffen, viel mit Leuten unterhalten, viel gelernt.

Philipp Hoffmann: [00:04:54] Ja.

Paul Wesendonk: [00:05:16] Das einzige, was an dem Event richtig ***** war, ist der Name. Ich glaube, sie heißt sparks.com, aber ich versuche sie mir seit Monaten zu merken.

Philipp Hoffmann: [00:05:19] Ja, wie heißt sie? Sparks?

Paul Wesendonk: [00:05:27] Sparks Con? Speakers.com? Sparks Corner? Keine Ahnung.

Philipp Hoffmann: [00:05:35] Müssen laufen, okay? Augsburg war ich glaub ich auch absolut noch nie, also vielleicht als Kind mal oder so.

Paul Wesendonk: [00:05:50] Ich sonst auch nicht, aber es ist schön warm.

Philipp Hoffmann: [00:05:54] Ja, cool. Und selber?

Philipp Hoffmann: [00:05:57] Äh, ja soweit so gut, weniger Reisen als bei dir gerade, aber ich genieße es auch total. Nachdem wir da vier Monate auf Mallorca waren, ist es jetzt auch schön, einfach mal hier zu sein und ein bisschen hier die Stadt zu erleben und so weiter.

Philipp Hoffmann: [00:06:14] Ansonsten gibt es bei mir auch nicht so viel Neues, halt coden und ich hab ja noch so meinen Garten.

Paul Wesendonk: [00:06:22] Was kann Emilia inzwischen?

Philipp Hoffmann: [00:06:26] Ja, ich bin, also ich war mit Bugfixing beschäftigt die letzte Woche. Das war echt zum Kotzen, weil es halt dann doch nochmal was anderes ist.

Philipp Hoffmann: [00:06:35] Das Ding in Development zum Laufen zu kriegen, in so einer Entwicklungsumgebung, weil die App immer nur 2-3 Minuten maximal läuft, wenn man halt irgendwas testet. Wenn sie dann in Produktion laufen soll und durchgehend laufen soll, dann ist es nochmal was anderes und dann geht es darum, die App muss sich automatisch neue Access Tokens holen und wie funktioniert der Prozess eigentlich und warum funktioniert er nicht?

Philipp Hoffmann: [00:07:01] Und dann da halt auf die Fehlersuche zu gehen, da hilft mir dann Kai auch nicht so, weil Kai hat dann halt seinen Code geschrieben und denkt, das ist mega geil und dann musst du halt selber losziehen und Logfiles durchlesen und da wirklich wie ein Detektiv auf die Suche gehen.

Paul Wesendonk: [00:07:06] Arrogante KI...

Philipp Hoffmann: [00:07:20] Das macht Spaß, aber es ist halt auch mühsam und da waren dann noch zig andere Themen und ich weiß nicht, ob es jetzt stabil läuft. Ich guck mal. Herr Emilia?

Paul Wesendonk: [00:07:33] Ja, wie gesagt, deine ersten unbezahlten Kunden hast du hier dir gegenüber sitzen.

Philipp Hoffmann: [00:07:37] Ja, genau, ich muss noch ein bisschen was tun.

Paul Wesendonk: [00:07:42] Wenn das in "Unternehmen Online" noch eine Schnittstelle hätte, dann wär ich sehr glücklich.

Philipp Hoffmann: [00:07:47] Ja. Können wir jetzt läuft die schon wieder nicht. Ich flippe komplett aus. Ich hab mir jetzt so ein Deployment Good Night Beat, wollte mich... Der ganze Server ist offline oder was?

Paul Wesendonk: [00:08:00] Klar, er hat ja geradezu, der hat gerade keine Zeit für irgendeine Emilia Geschichte, der muss ja Podcast hören.

Philipp Hoffmann: [00:08:11] Oh Gott also okay, gibt noch irgendein neues Problem. Mega geil. Manchmal denk ich schon so, Leute sollte ich nicht vielleicht doch einfach einen Programmierer draufgucken lassen, dass das schnell...

Paul Wesendonk: [00:08:23] Nee, komm, hab dich nicht so. Aber du hast einen Garten, hast du gerade gesagt?

Philipp Hoffmann: [00:08:29] Äh, hab ich da noch nie von erzählt oder was? Ja ich hab, also wir haben so einen 500-600 Quadratmeter großen Garten.

Paul Wesendonk: [00:08:31] Was?

Philipp Hoffmann: [00:08:38] Hier in der Nähe der Stadt, also so mit dem Auto 12 Minuten von uns oder so, und das ist so mein zweites Leidenschaftsprojekt und auch da steht "Leiden" im Vordergrund, weil nix wächst, aber zumindest gucke ich mal so auf YouTube.

Philipp Hoffmann: [00:08:55] YouTube Videos von den ganzen geilen Permakultur Gärten, wo es halt alles am explodieren ist und so und bei uns ist das alles immer so ein bisschen mickrig. Und da bin ich jetzt auch am Rumfummeln jeden Tag und dann rausfinden, an was es liegen könnte und so weiter. Und auch da hilft mir Kai. Wir haben da so Feuchtigkeitssensoren installiert.

Paul Wesendonk: [00:09:18] Stimmt, davon hattest du mal was erzählt.

Philipp Hoffmann: [00:09:20] Ja, genau, und ein Bekannter von uns, der auch hier glaube ich, manchmal zuhört: Grüße gehen raus. Der hat sozusagen schon mal so ein User Interface gebaut, was den Bitstream an Informationen, die von diesen Sensoren über Lora-WAN gesendet wird, umwandelt in menschenlesbare Informationen, und dafür wiederum habe ich dann eine App gebaut mit KI, die diese Informationen interpretiert.

Philipp Hoffmann: [00:10:21] Und dafür muss ich jetzt noch ein paar technische Komponenten zusammenfrickeln, Software schreiben und so weiter und das funktioniert, aber das macht auch Bock. Ja, das beschäftigt mich gerade. Und sonst wären wir nicht da. Ja, seit neuestem, seit letzter Woche, babysitten wir und so, ja, es ist immer was los.

Paul Wesendonk: [00:10:36] Seit letzter Woche? Wie lange macht ihr das denn?

Philipp Hoffmann: [00:10:47] Also die Nichte wird seit 8 Monaten, aber wir machen das erst seit 2 Wochen regelmäßig.

Paul Wesendonk: [00:10:53] Aber nicht konstant, sondern nur so okay.

Philipp Hoffmann: [00:10:54] Nee, halt einmal die Woche so, aber wir sind dann auch häufig bei denen oder machen irgendwas mit denen usw, weil die auch hier in Stuttgart wohnen. 5 Minuten entfernt.

Paul Wesendonk: [00:11:03] Ja.

Philipp Hoffmann: [00:11:04] Ja, genau so passiert immer irgendwas, ne?

Paul Wesendonk: [00:11:07] Das ist ja verrückt, aber haben wir nicht schon mal über Epic Gardening gesprochen?

Philipp Hoffmann: [00:11:16] Epic Gardening? Den Channel oder was?

Paul Wesendonk: [00:11:18] Ja, den Plant Daddy.

Philipp Hoffmann: [00:11:21] Weiß ich nicht, nee keine Ahnung, kann mich nicht erinnern.

Paul Wesendonk: [00:11:23] Das war nämlich letztens so ein Ding. Jetzt kann ich das erzählen. Der Typ hat also so ähnlich wie du begonnen, Gartenprojekte bei sich im Vorgarten zu machen, allerdings nicht.

Philipp Hoffmann: [00:11:30] Ja.

Paul Wesendonk: [00:11:31] Nicht das ist aber schwierig. Innenstadt.

Philipp Hoffmann: [00:11:33] Ja.

Paul Wesendonk: [00:11:38] Und das gefilmt hat und daraus einen YouTube Channel gemacht hat.

Philipp Hoffmann: [00:11:41] Ja, das kenn ich.

Paul Wesendonk: [00:11:49] Der hat Millionen Subscriber. Dann hat die Story, der hat sich irgendwoher so Hochbeete geholt aus Metall, die so ganz geil aussehen.

Philipp Hoffmann: [00:11:49] Ja, ja, ja, diese Bodies Dinger, ja, ich weiß welche.

Paul Wesendonk: [00:11:54] Und hat ständig Werbung gemacht und so ein bisschen Geld verdient als Influencer und hat dann immer Anfragen gekriegt: Wo hast du das geile Hochbeet her? Ich will auch so eins. Und dann hat er irgendwann einfach einen Container von den Dingern sich verschiffen lassen zu sich nach Hause.

Paul Wesendonk: [00:12:24] Die waren in 3 Minuten ausverkauft.

Philipp Hoffmann: [00:12:30] Boah!

Paul Wesendonk: [00:12:30] Jetzt hat er da so einen $130000000 Jahresumsatz E-Commerce aufgebaut, nur um seinen Gartenhobby.

Philipp Hoffmann: [00:12:40] Ja, krass. Ich hab gestern auf Videos von dem geguckt. Es ging darum, was man mit seinen Tomaten am besten vergraben soll.

Paul Wesendonk: [00:12:41] Krebs, tote Fische, Kitchen Scraps... Was ist am besten gewachsen?

Philipp Hoffmann: [00:12:59] Ja, tatsächlich am besten ist gewachsen, wenn er sie einfach ohne was zu vergraben in den Boden gepflanzt hat.

Paul Wesendonk: [00:13:03] Ja.

Philipp Hoffmann: [00:13:07] Ja, aber der Typ ist auf jeden Fall sympathisch. Und die Garten-Bubble auf YouTube ist riesig, gerade wenn es um Permakultur geht oder Not Gardening. Es gibt so viele geile Channels, und das ist eng verknüpft mit der Homesteading-Subkultur, also Leute, die sagen: Wir leben jetzt off the grid und wir leben nur von unserem Land und ziehen auch irgendwelche Viecher groß usw.

Paul Wesendonk: [00:13:35] Ja, ist echt spannend. Wir waren jetzt im Allgäu auf einem Bauernhof, eigentlich für meine Tochter, die hatte relativ wenig Interesse.

Philipp Hoffmann: [00:13:40] Ja.

Paul Wesendonk: [00:13:43] Aber kann man vorher nicht wissen. Ich glaub, da hat es mir mehr Spaß gemacht. Die hatten so frische Rohmilch, die du dir erstmal abkochen musst, um eventuell ein bisschen E. coli und Co. zu entfernen.

Philipp Hoffmann: [00:13:44] Klar.

Paul Wesendonk: [00:13:57] Ich hab da mal gestanden und einen Liter Milch abgekocht, beziehungsweise meine Mama hat das gemacht, danke nochmal.

Philipp Hoffmann: [00:14:03] Ja, und?

Paul Wesendonk: [00:14:07] Keine Ahnung, da war ein frisch geborenes Kalb, das einfach in einer Kiste alleine stand und meckerte vor sich hin. Das ist nichts für mich.

Philipp Hoffmann: [00:14:10] Ja, das stimmt, das finde ich auch komisch mit den Kälbern.

Paul Wesendonk: [00:14:20] Da kann ich nicht mitarbeiten. Nicht so geil.

Philipp Hoffmann: [00:14:25] Ja.

Paul Wesendonk: [00:14:26] Aber die Milch war lecker.

Philipp Hoffmann: [00:14:28] Wirklich? Ok, ne, so rohe Milch könntest du mich auch mit jagen.

Paul Wesendonk: [00:14:29] Ja, ist schon klumpig etwas, aber schmeckt gut. Insgesamt war es cool, aber das frühe Aufstehen, um Milch zu holen, ist nicht mein Lifestyle.

Philipp Hoffmann: [00:14:40] Der erste Fehler, ja. Ich habe neulich ein Video wegen der Schneckenplage gesehen, dachte mir: Alter, ich hole mir einfach Enten.

Paul Wesendonk: [00:15:02] Und dann brauchst du einen Stall, einen Zaun und Füchse sind auch ein Problem, also nee, das muss anders klappen.

Philipp Hoffmann: [00:15:04] Ja, genau, dann fehlen nur noch die Füchse. So fängt es an.

Paul Wesendonk: [00:15:27] Ja, daran erinnerte ich mich an das Kinderlied von der Tante, die immer mehr Tiere verschluckt. Das wird immer schlimmer und endet mit einer Atombombe.

Philipp Hoffmann: [00:15:38] Ja, ich hole mir einen Flammenwerfer. Jetzt haben wir schon 15 Minuten verlabert und noch nicht über Bootstrapping oder KI geredet. Mir fiel ein, wir hatten mal über ein neues Format gesprochen: KI-basierte Geschäftsmodelle durchdenken. Hast du dafür was vorbereitet?

Paul Wesendonk: [00:15:51] Nicht wirklich, aber es ist wieder eine neue Idee entstanden.

Paul Wesendonk: [00:16:01] Unser größtes Problem bei uns ist, dass die Methode neu ist und es aktuell wenige Fragen in den Unternehmen gibt, die unsere Methode beantworten würde, weil sie neu ist und traditionell zu teuer oder langwierig. Was wir machen könnten, ist Qualitative Studien in Vorleistung und diese dann an Unternehmen verkaufen.

Philipp Hoffmann: [00:17:32] Und dann gehst du zu Obi oder Hornbach und bietest ihnen die Studie für 3000€ an. Oder gib uns deine strategischen Fragen und wir machen eine maßgeschneiderte Studie. Damit könnten wir in Branchen, die groß genug sind und zahlungsbereit, wertvolle Einblicke schaffen.

Paul Wesendonk: [00:18:23] Ja, und wenn vier Baumärkte die Studie gekauft haben, werden andere nicht nein sagen, weil es dann ein Nachteil wäre. Dann hast du 15000€ verdient.

Philipp Hoffmann: [00:18:33] Genau und sowas ähnliches hatten wir schon mal besprochen, dass man Marktforschung als Service verkauft. Das geht in die Richtung, oder?

Paul Wesendonk: [00:18:54] Ja, eine ähnliche Richtung wie CB Insights, einfach Studien verkaufen und personalisierte Studien.

Paul Wesendonk: [00:19:06] Der größte Change ist, strategische Fragestellungen an Strategieabteilungen oder Geschäftsführungen zu verkaufen und einen neuen Markt zu eröffnen. Viele Unternehmen können sich solche Reports nicht leisten. Wir könnten das günstiger machen.

Philipp Hoffmann: [00:19:35] Ja, weil heute können sich Unternehmen, die weniger als eine halbe Milliarde Umsatz machen, solche Reports nicht leisten. Damit könnten auch große E-Commerce-Shops ihre eigenen Studien machen.

Paul Wesendonk: [00:19:50] Genau. Falls uns geschäftsführende von mittelgroßen Unternehmen zuhören, meldet euch.

Philipp Hoffmann: [00:20:02] Oder ein Girl, müssen korrekt bleiben.

Paul Wesendonk: [00:20:04] Ja, Bros geht nicht überall.

Philipp Hoffmann: [00:20:13] Kinder neutral, sozusagen.

Paul Wesendonk: [00:20:17] Das hat mit dem Geschlecht nichts zu tun.

Philipp Hoffmann: [00:20:19] Meine Tochter ist auch ein Bro manchmal.

Paul Wesendonk: [00:20:23] Ähm ja, spannend. Ihr habt auf jeden Fall genug Ideen.

Paul Wesendonk: [00:20:30] Das ist halt das Problem.

Philipp Hoffmann: [00:20:30] Was fällt dir ein zu dem Geschäftsmodell?

Paul Wesendonk: [00:21:05] Du musst erst relevante Fragestellungen finden und dann sind die Margen schlechter, weil die Finanzierung andersrum ist.

Philipp Hoffmann: [00:21:08] Ja.

Paul Wesendonk: [00:21:12] Du gehst in Vorleistung, das ist nicht optimal.

Philipp Hoffmann: [00:21:15] Ja gut, irgendwas ist immer. Sowas wie CB Insights, wie funktioniert das?

Paul Wesendonk: [00:21:31] Sie haben angefangen ihre Insights an Hedgefonds und Banken zu verkaufen. Die Edge ist das Einzige, was zählt.

Philipp Hoffmann: [00:22:22] Ja, krass.

Paul Wesendonk: [00:22:33] Sie haben Daten aggregiert, erst manuell, dann automatisiert. Du kannst dann Berichte und verschiedene Daten abrufen.

Philipp Hoffmann: [00:22:48] Ja.

Paul Wesendonk: [00:22:52] Crazy Dibra Insights.

Philipp Hoffmann: [00:22:58] Ja, du brauchst halt diese Welle, Cashflow aus bestehenden Studien, um neue zu finanzieren. Es könnte ein Selbstläufer werden. Natürlich gibt es Komplikationen.

Paul Wesendonk: [00:23:11] Ja.

Philipp Hoffmann: [00:23:23] Und was wären die Kosten bei euch? Nur die Panel Kosten?

Paul Wesendonk: [00:23:30] Ja, du musst das Panel bezahlen. Wir haben Partnerschaften mit Panel-Anbietern, aber es bleibt immer eine Investition.

Philipp Hoffmann: [00:23:37] Mhm.

Paul Wesendonk: [00:24:00] Die I-Kosten sind marginal. Single digit Prozent.

Philipp Hoffmann: [00:24:03] Ja.

Paul Wesendonk: [00:24:07] Es ist das Panel und die Aufbereitung sowie der Vertrieb.

Philipp Hoffmann: [00:24:13] Ja.

Philipp Hoffmann: [00:24:23] Dann könntet ihr später jährliche Updates verkaufen.

Paul Wesendonk: [00:24:28] Ja, genau. Das würde funktionieren.

Philipp Hoffmann: [00:24:40] CB Insights hat so ein Subscription-Modell, ja?

Paul Wesendonk: [00:24:46] Ja, das ist der Heilige Gral, Daten-Subscription.

Philipp Hoffmann: [00:24:50] Aber du musst dafür auch viel produzieren, um es zu lohnen.

Paul Wesendonk: [00:24:58] Eine qualitative Daten-Subscription wäre cool.

Philipp Hoffmann: [00:25:08] Wenn du auch die Berechtigung hast, Studien beauftragen zu können.

Paul Wesendonk: [00:25:18] Ja, oder Studien über deine eigenen Kunden, wenn du einen Pool hast.

Paul Wesendonk: [00:25:22] Viele Möglichkeiten, müssen uns glatt ziehen.

Philipp Hoffmann: [00:25:25] Ja.

Philipp Hoffmann: [00:25:31] Was hältst du von KI-basierte Themen?

Paul Wesendonk: [00:25:52] Klar, wir wollten über AI reden.

Philipp Hoffmann: [00:25:51] Ein Research Engineer bei Google hat einen langen Post über die Entwicklung von AI geschrieben. Einige sagen, es steht kurz bevor, andere sagen, es dauert noch lange. Die Debatte, ob Sprachmodelle zur Artificial General Intelligence (AGI) führen oder nicht, wurde von beiden Seiten aufgegriffen. Er hat eine Begründung geliefert, dass Sprachmodelle zur AGI führen werden.

Paul Wesendonk: [00:26:14] Ich bin der Experte quasi?

Philipp Hoffmann: [00:27:29] Naja, du hattest ja gesagt, dich interessiert es nicht, aber bei uns geht es jetzt auch um KI-Themen. Vielleicht können wir darüber sprechen.

Paul Wesendonk: [00:27:50] Ja, klar.

Philipp Hoffmann: [00:28:00] Das sagt was darüber aus, wie Menschen Intelligenz wahrnehmen. Wenn Sprachmodelle besseren Output generieren können als die meisten Menschen, ist das nicht schon intelligent?

Paul Wesendonk: [00:28:01] Mhm.

Philipp Hoffmann: [00:28:11] Es könnte sein, dass es egal ist, ob es Intelligenz ist oder nicht, solange der Output passt.

Paul Wesendonk: [00:28:34] Ja, es könnte quantitativ Sprünge geben. Sprache fühlen sich magisch an, aber der Computer kann auch rechnen, was logisch ist. Wenn Sprachmodelle das auch können, fühlt es sich anders an.

Philipp Hoffmann: [00:29:11] Mhm.

Paul Wesendonk: [00:29:11] Solange der Gefährte besser ist als Menschen, ist das cool.

Philipp Hoffmann: [00:29:19] Ja.

Paul Wesendonk: [00:29:50] Denken erhöht uns als Menschen, aber was ist "Denken"?

Philipp Hoffmann: [00:30:00] Ja, genau. Die Frage stelle ich mir auch gerade.

Paul Wesendonk: [00:30:19] Kreativer Funken ja, der ist wichtig. Die KI braucht jemanden, um zu sagen, was erreicht werden soll.

Philipp Hoffmann: [00:30:33] Ja, bis dahin.

Paul Wesendonk: [00:31:10] Wenn mein Handy mir sagt, ich soll eine Bewässerungsanlage installieren, ist das für mich AGI. Dann erkennt die KI selbst Probleme in der physischen Welt und entwickelt Lösungsansätze.

Philipp Hoffmann: [00:31:13] Ja.

Paul Wesendonk: [00:31:23] Die KI muss dann selbstständig Fragen stellen und Lösungen bieten.

Paul Wesendonk: [00:31:29] Und sagen: "Hey, du solltest mal wieder in den Garten gehen, du siehst müde aus."

Philipp Hoffmann: [00:31:50] Ja genau, die KI muss automatisch mit der physischen Welt interagieren, Probleme erkennen und kreativ Lösungen entwickeln. Da ist auch die Sorge, dass sie den Menschen als Problem erkennt und diesen auslöschen will.

Paul Wesendonk: [00:32:16] Das könnte eine Intelligenz sein, die uns so weit überlegen ist, dass wir uns nur überlegen können, was dann passieren wird.

Philipp Hoffmann: [00:32:20] Ja.

Paul Wesendonk: [00:32:20] Wenn die KI sich selbst verbessert, ist das ziemlich gefährlich.

Philipp Hoffmann: [00:32:32] Ja, das stimmt.

Paul Wesendonk: [00:32:38] Wenn die KI uns auslöschen will?

Philipp Hoffmann: [00:32:40] Dann sind wir am Ende, zwei Mal die Woche Podcast.

Paul Wesendonk: [00:32:45] Ja, richtig.

Philipp Hoffmann: [00:32:50] Ja.

Paul Wesendonk: [00:32:50] Wir werden dann chillen und Podcasts machen.

Philipp Hoffmann: [00:32:53] Ja.

Paul Wesendonk: [00:32:56] Ob im Garten oder Balkon. Ich komm zu dir.

Philipp Hoffmann: [00:32:59] Ja, bei uns wachsen keine Erdbeeren. Aber die Frage stell ich mir wirklich: Wie geht es weiter?

Paul Wesendonk: [00:33:08] Mhm.

Philipp Hoffmann: [00:33:25] Betrachte die Entwicklung von KI über die letzten 2 Jahre oder 10 Jahre? Diese Kurve ist extrem steil geworden und es explodiert regelrecht.

Paul Wesendonk: [00:33:32] Ja.

Philipp Hoffmann: [00:33:38] Wenn man das 30 Jahre weiterdenkt, werden KIs in vielen Bereichen besser als Menschen sein. Dann sehe ich mich auf einem Stück Land, etwas tun, was KI nicht tun kann.

Paul Wesendonk: [00:33:52] Mhm.

Philipp Hoffmann: [00:33:59] Vielleicht mit Robotik irgendwann, aber ich glaube, wir müssen uns umstellen.

Paul Wesendonk: [00:34:09] Ja, wir werden uns immer mehr auf das konzentrieren müssen, was KIs nicht können. Aber selbst das kann irgendwann von Maschinen übernommen werden, und dann ist die Frage, was der Mensch überhaupt noch macht. Dann haben wir das Szenario von UBI, also bedingungsloses Grundeinkommen.

Philipp Hoffmann: [00:34:27] Ja, genau. Und es ist ja auch so, dass viele dieser Maschinen und KIs eine riesige Infrastruktur brauchen, die gepflegt und gewartet werden muss. Und das werden dann halt Jobs sein, wo Menschen wahrscheinlich erstmal noch weiterhin gebraucht werden.

Paul Wesendonk: [00:34:41] Ja, das stimmt. Aber das ist auch keine besonders schöne Vorstellung, wenn man sich vorstellt, dass der Mensch nur noch in Dienstleistung für Maschinen tätig ist.

Philipp Hoffmann: [00:34:50] Ja, das ist richtig. Aber ich glaube, das wird sich auch in gewisser Weise verändern. Wir werden uns neue Dinge überlegen müssen, die Menschen tun können und die uns auch Erfüllung bringen.

Paul Wesendonk: [00:35:00] Ja, das stimmt. Ich denke da auch an kreative Tätigkeiten, Kunst, Kultur, Sport, solche Sachen werden immer mehr an Bedeutung gewinnen, weil das Dinge sind, die Maschinen zwar irgendwie versuchen können, aber nie ganz so machen werden, wie wir das können.

Philipp Hoffmann: [00:35:15] Ja, genau. Es wird einfach eine Verschiebung geben in diesen Bereichen. Und ich glaube, wir müssen frühzeitig anfangen, uns darauf vorzubereiten.

Paul Wesendonk: [00:35:24] Ja, absolut. Und es wird auch immer mehr um die Frage gehen, wie wir diese Technologien als Werkzeuge für uns nutzen können, um unsere Lebensqualität zu verbessern, anstatt dass wir uns von ihnen unterjochen lassen.

Philipp Hoffmann: [00:35:35] Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Technologie sollte immer dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.

Paul Wesendonk: [00:35:41] Absolut. Und das ist auch eine politische und gesellschaftliche Frage, wie wir diese Technologien regulieren und einsetzen.

Philipp Hoffmann: [00:35:49] Ja, total. Es kommen auch immer ethische Fragen auf, wenn es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geht. Wie verhindern wir, dass sie missbraucht wird? Wie stellen wir sicher, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht?

Paul Wesendonk: [00:36:01] Ja, und wie sorgen wir dafür, dass KI-Projekte transparent sind und von der Gesellschaft kontrolliert werden können? Das sind große Fragen, die wir als Gesellschaft beantworten müssen.

Philipp Hoffmann: [00:36:10] Ja, genau. Und das geht nur, wenn die Menschen da auch ein Bewusstsein für entwickeln und sich damit auseinandersetzen.

Paul Wesendonk: [00:36:18] Richtig. Es sind spannende Zeiten, in denen wir leben, und es bleibt abzuwarten, wie sich das alles noch entwickeln wird.

Philipp Hoffmann: [00:36:24] Ja, absolut. Nun gut, ich sehe auf die Uhr, wir sind schon ziemlich am Ende unserer Zeit. Dann lassen wir das Thema vielleicht erstmal so stehen und setzen nächste Woche wieder unseren Podcast fort.

Paul Wesendonk: [00:36:35] Ja, das klingt nach einem Plan. War wieder eine spannende Diskussion. Danke dir, Philipp.

Philipp Hoffmann: [00:36:39] Danke, Paul. Und danke an alle Zuhörer. Bis nächstes Mal!

Paul Wesendonk: [00:36:42] Macht’s gut!

Philipp Hoffmann: [00:36:44] Ciao!

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