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Transkript für Folge 22 von "Pippo & Paul talken Innovation"

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Paul Wesendonk: [00:01:50] So weit war ich noch gar nicht, aber das können wir auch mal machen. Was also tun, wenn die Führung bremst mit Pippo und Paul?

Philipp Hoffmann: [00:02:02] Megageil und damit herzlich willkommen zu Folge zweiundzwanzig von unserem Podcast Pippo und Paul, Toggen Innovation und heute wieder mit 'nem megageilen Gast Christoph. Wir sprechen über Verschiedenes, wir sprechen über Klöckner als Beispiel erfolgreicher Corporate Innovation. Wir sprechen über dein Buch Christoph Corporate Heroes und wir sprechen über Aufbruchsstimmung und all das versuchen wir jetzt in den nächsten knapp fünfzig Minuten reinzuquetschen und fangen aber an mit der Frage, wie geht's dir denn heute, Christoph und was trinkst Du da eigentlich?

Christoph Bornschein: [00:02:34] Ich sag erst mal guten Tag und bedanke mich dafür, hier zu sein. Den lassen wir lassen, lass ich das vielleicht noch machen. Mir geht's ziemlich gut. Ich bin ich hab son Tag ich hatte eine sehr sehr reiseintensive Woche und ich mag's immer, wenn der Freitag heute ist, ein Freitag. Man soll das nicht machen im Podcast, ich mach's trotzdem. Wenn der Freitag 'n Schreibtischtag ist und man so mit seinen eigenen Gedanken, Ideen und Strategien mal so alleine ist und Sachen machen kann. Und son Tag hab ich heute. Das macht mir immer sehr gute Laune und ich trinke hier, das hat viel mit Konzentration und kognitiver Leistungsfähigkeit zu tun. Mhm. Ja, aber Grammatik. Es ist nicht so ist nicht so super weit weg. Also so so es ist es kommt aus dem Kulturkreis, in dem man Yabamate trinkt und Cocablätter kaut. Das ist tatsächlich Tee der Anden auch Regionen, aber vor allen Dingen Argentiniens, der dafür bekannt ist, dass er konzentrationsverlond ist, weil klar Koffein, Hungerunterdrückend und wahnsinnig gut fürn Damen, den kann man hier in dieser Bombia, das ist dieser Strohhalm, der 'n Knick unten hat, damit trinkt man das. Es befindet sich in einer Kalle Basse und Du gießt hier so bis zu viermal heißes Wasser drauf und das kannst Du ich hab das auch noch in der unterwegs Edition dann läuft immer mit 'ner Thermoskanne, der unterwegs ist so davon und 'nem packten Mate rum. Und das macht so, wenn Du sehr intensive Tage hast, ist das wirklich und oder zu Hause einfach mal

Philipp Hoffmann: [00:04:11] Und hat das 'n anderen Effekt als Kaffee oder macht das auch so Herzrasen und Pipapo,

Christoph Bornschein: [00:04:15] Wenn man das weiß? Das macht's nicht, nee, gar nicht. Das discovery Koffein sanfter, weicher und das vor allen Dingen, die hat nicht so viele Bitterstoffe, das wenigstens gut für deinen Magen und nicht schlecht für deinen Magen. Also dass ich auch damit meine massive Kaffeesucht auf so ein oder zwei Tassen am Tag wieder zurückbekommen habe.

Paul Wesendonk: [00:04:36] Okay.

Christoph Bornschein: [00:04:38] Ich war eher so bei zehn oder zwölf. Jetzt wird's jetzt noch bissel jetzt mit so Personality so Personality Talk. Die die Produkte, die man kaufen kann dafür, die gibt's natürlich alle auf Amazon und Gewebeb und AG. Oder das ist unbezahlzahlt Bali Beethoven heißt die Marke die mich überzeugt hat die stellt das ganze Gier her bei den den Teesorten muss man da selber gucken aber also ja so sieht's aus

Paul Wesendonk: [00:05:18] Okay wenn ich mich

Philipp Hoffmann: [00:05:19] Auch mal mit beschäftigen sehr interessant Ansonsten, wie machen wir das mit der Vorstellung? Ich würde ja fast sagen, Christoph muss man nicht vorstellen, den kennt man in Deutschland irgendwie. Aber sag doch vielleicht trotzdem noch mal ein, zwei Sätze zu dir. Ja, gern.

Christoph Bornschein: [00:05:32] Und ich weiß gar nicht, ob man mich kennt. Ich, die Chris of Bronstein heißt ich im Ganzen und bin eine ganze Menge verschiedener Sachen, lustige Titel wie Chairman und Präsident gehören dazu. Ich hab mal eine Firma gegründet, die heißt TLGG. Hieß früher mal TLGG in Lenger, so heißt sie heute nicht mehr.

Philipp Hoffmann: [00:05:52] Warum heißt das so heute nicht mehr und warum sprichst Du das nur verkürzt aus?

Christoph Bornschein: [00:05:57] Weil wir die gelbe Gefahr da rausgenommen haben, weil war eine andere Zeit, als man über einen asiatischen Gründer gelbe und deswegen haben wir das zusammen. Ja, krass.

Philipp Hoffmann: [00:06:17] Ja, ja. Ich dachte immer, das hat irgendwas mit Energie zu tun oder so was. Ich hab das gar nicht auf den Gründer irgendwie bezogen.

Christoph Bornschein: [00:06:22] Ja, es bezog sich auf Wohntam, der Teil ist und so das auch sehr lustig fand, also man muss ja immer so so Namen machst Du ja zu dem Zeitpunkt, wo dir nicht klar ob oder ob nicht das Erfolg hat. So und das war einfach unbedacht und so und es musste da weg. Genau, dann haben wir das an den Omnicom Konzern verkauft in New York, dessen Präsident digitale Strategie, Growth und Business Development ich jetzt noch bin. Also ich hab son Konzernjob, sitz in ein paar Aufsichts- und bei und Verwaltungsräten investieren Start ups publiziere Sachen im Managermagazin Handelsblatt hab 'n Podcast bei der FAZ, den ich gern mag und mach noch so dies und das. Also ich beschäftige mich tagein, tagaus mit der innovationsfördernden und wettbewerbsfördernden Wirkung von Technologie, Software und allgemeiner Modernität.

Philipp Hoffmann: [00:07:15] Spannend, ja cool. Und so sind wir auch zusammengekommen. Ich hab dich irgendwann mal kalt auf LinkedIn angeschrieben und meinen Rat gebeten im Kontext von einem Stilprojekt damals. Und Du hast mir breitwillig Rat gegeben, fand ich irgendwie erst mal erstaunlich und sehr freundlich und dann sind wir so ein bisschen locker im Kontakt geblieben, ja, aber gar nicht so regelmäßig. Und jetzt habe ich dich einfach mal wieder kalt auf den Podcast angeschrieben und deshalb bist Du Zeit als Gast am Start. Und haben natürlich auch son bisschen überlegt, was könnte ein Thema sein? Und da hast Du aufgebracht das Thema Klöckner Stahlhandel und da wollen wir heute son bisschen drüber sprechen. Der Podcast ist ja immer son bisschen zweigeteilt, dass wir im ersten Teil über eine erfolgreiche Corporate Innovation sprechen und da dann verschiedene Aspekte beleuchten. Und im zweiten Teil wollen wir wie gesagt über Aufbruchsstimmung son kulturelles Phänomen vielleicht sprechen und das 'n bisschen koppeltd.

Christoph Bornschein: [00:08:03] Und wenn wir ja reden, so ob wir über reden oder über alles mögliche andere, das nehmen wir dann, würde ich sagen, ja.

Philipp Hoffmann: [00:08:11] Sehr gut.

Paul Wesendonk: [00:08:13] Ja, genau. Funktioniert hier Mal mal gucken, was kommt.

Christoph Bornschein: [00:08:17] Nein, ich also ich ich unterwerfe mich natürlich gern eurer eurer eurer Konkretheits bitte, das bin ich auch okay. Das Problem an an an Konkretheit ist ja immer, dass man son bisschen abstrakte Effekte nicht so gut über mehrere hinweg beschreiben kann. So also insofern, vielleicht löse ich mich auch mal vom Blatt gelegentlich, wenn es okay ist.

Philipp Hoffmann: [00:08:38] Okay, aber bevor wir damit anfangen, erzähl doch mal was zu Corporate Heroes, deinem neuen Buch, was Paul vorliegen hat. Ich leider nicht, weil ich nicht zu Hause bin.

Christoph Bornschein: [00:08:47] Es ist auch bei dir zu Hause angekommen, hoffentlich auch.

Philipp Hoffmann: [00:08:50] Es ist auch bei mir angekommen, aber ich konnte ja selber reingucken.

Christoph Bornschein: [00:08:54] Das und und am Ende ich lass mal den kauft es auf Amazon in dem Warenkorb, wo ihr schon die ganzen Mate Produkte habt, passt das noch gut rein. Es es es ist natürlich das erste Mal, dass ich zu 'nem Buchprojekt ja gesagt habe, weil ich immer nicht das Gefühl hatte, so irgendwie allen ganz viel hinzuzufügen bei Corporate Innovation und darum ging's, als wir das Projekt ausgedacht haben, dachte ich, da kann ich schon was von berichten. Was wir mit Professor Doktor Sebastian Pioch gemacht haben, ein Entrepreneurshipprofessor, ist tatsächlich den Versuch, all das, was wir über die Jahre, sind wir fast son bisschen bei Klöckner, bei Klöckner, bei TUI, bei Sonova und vielen anderen Kunden gelernt haben, weil da sind extrem viele Cases drin, an denen wir dann tatsächlich oder ich auch speziell mitgewirkt haben, mal zusammenzupassen und in soner Framework Logik zu bringen, die jetzt nicht erklärt, wie Corporate Innovation funktioniert. Ich glaube, das kann man nicht erklären, weil es einfach auch zu viele Faktoren gibt und zu viel auch im höchstindividuellen passiert, sondern irgendwie son Weg, der Scheitern unwahrscheinlicher macht. Also so die Idee war es wirklich zu sagen, wir gucken uns ganz viele Cases an, kristallisieren daraus Ähnlichkeit und bauen 'n Framework von Faktoren, die Erfolg von Corporate Innovation und Corporate Entrepreneurship oder Intrapreneurship beeinflussen. Und das hatte dann son Als das irgendwie ein Exposé war, hatte ich irgendwie Lust, das zu machen. Also weil ich ich mein Beruf ist ja nicht Bücher zu schreiben, so. Also sondern son Bücher ist ja irgendwie son, da musst Du dann schon irgendwie das Gefühl haben, das Sendungsbewusstsein genug, dann da mal 'n Buch draus zu machen. Was da spannend war, war, ich konnte mit den Menschen, mit denen wir gearbeitet haben, mal Interviews über, wie haben die eigentlich auf Erfolg geguckt, was fanden die irgendwie die entscheidenden Kriterien und so sprechen und was dann sich, nachdem wir diese ganz Interviews geführt haben, rausstellte, war, ja, man kann da 'n Framework draus bauen und man kann das auch aufschreiben und es macht sogar zweihundertvierzig Seiten, die nicht kompletter Quatsch sinnvoll.

Philipp Hoffmann: [00:10:55] Also kein so amerikanisches Businessbook, was Du irgendwie die ersten zehn Seiten liest und dann die die Essenz verstanden hast, sondern es lohnt sich durchzuziehen.

Christoph Bornschein: [00:11:04] Es also und ich bin der einer der Autoren, deswegen ist das bin ich der Falscheste. Also ich ich höre von Menschen, die es gelesen haben, dass sie's sehr, sehr gut fanden und mit anderen Innovationsbüchern nicht vergleichbar finde. Ich höre aber auf der anderen Seite von meiner Mutter auch, bei der ich ja irgendwie auch so Verbundenheit finde, sie sollte so was lesen, dass sie schon Schwierigkeiten hat beim Titel überhaupt zu verstehen worum es geht das hängt aber direkt auch damit zusammen dass meine Mutter jetzt nicht fehlerfrei wiedergeben könnte was ich arbeite

Paul Wesendonk: [00:11:34] Ja, das kennen wir alle. Das ist ähnlich bei diesem Podcast, ganz nett deine Stimme zu hören, habe ich schon häufiger als Feedback bekommen, was auch immer Du da erzählst.

Christoph Bornschein: [00:11:46] Also, insofern, es es es ist sehr down the rabbithole von und Hindernissen die man im Corporate Kontext erlebt und damit ist es sehr spitz auf eine Zielgruppe geschrieben die da glaube ich sich wahnsinnig zu verhalten kann und und ganz viele andere Sachen erklärt es eben nicht und ich glaube das ist so amerikanisches Business Buch versucht eben nicht darauf zu maximieren, so flach zu sein, dass alle da irgendwas rausnehmen können und das so zwei Sätze sind, sondern es ist ein Du fühlst es, wenn Du das Problem kennst.

Paul Wesendonk: [00:12:18] Mhm. Das ist also ich hab eben beim beim Fahrradfahren oder auch in den letzten Tagen beim Fahrradfahren, Deshalb sind da auch son bisschen Schweißflecken drin. Ich hab hier son son Homentrainer stehen, immer wieder reingeguckt.

Christoph Bornschein: [00:12:31] Es gehört ja dir. Du darfst mit dem Buch jetzt machen, was Du bei

Paul Wesendonk: [00:12:34] Dir Genau, ja. Und ich wix da auch nicht wieder zurück, weil das will niemand haben. Das riecht jetzt son bisschen. Das ist das eine. Das andere ist

Philipp Hoffmann: [00:12:41] Toward Information.

Paul Wesendonk: [00:12:43] Ich hab zum einen find ich's cool, weil weil Du so Da sind so Profile drin vom von Unternehmen und von deren Innovationsvorhaben und so. Und ein, zwei Leute davon kenne ich tatsächlich, die darin vorkommen und dann konnte ich das als anders nutzen, mich mal wieder zu melden. Das heißt, vielen Dank dafür. Gerne. Liebe Grüße noch mal.

Christoph Bornschein: [00:13:02] Ja, das stimmt.

Paul Wesendonk: [00:13:03] Das ist immer super. Zum anderen hab ich auch gemerkt, dass es so viele verschiedene Flughöhen gibt. Ich bin voll in diesem, ich mein, unser Podcast heißt ja im Grunde Corporate Innovation. Mhm. Und ich glaube, es ist für genau die Leute, die so eine, wie heißt 'n die denn? So eine Gehaltsklasse über mir sind. Bei bei mir geht's ja sehr viel was mach ich 'n jetzt in den nächsten sechs Wochen? Was ist 'n jetzt morgen so zu tun? Was ist denn heute die riskyers Assumption? Und hier hab ich 'n ganz guten Einblick gekriegt in, ja, aber was ist 'n da drüber eigentlich? Was muss ich denn tun, damit ich überhaupt arbeite? Also was muss denn irgendjemand machen, damit ich überhaupt irgendwie 'n Impact haben kann?

Christoph Bornschein: [00:13:50] Und und und und wenn Du damit irgendwie so was meinst wie Innovation Governance oder Grundprämissen der strategischen Ausarbeitung und Rahmung von Innovationen, dann ist es genau das, was es tun sollte. So, also das war so so das war schon im im im im Exposé das, was wir da reinschreiben wollten. So und jetzt alle zu Amazon, ihr könnt gern Christ ihr könnt gern Christoph vierzig eingeben. Allein es wird nichts passieren. Viel

Paul Wesendonk: [00:14:18] Spaß. Wir brauchen dringend einen Affiliate Account

Philipp Hoffmann: [00:14:21] Von Podcast

Paul Wesendonk: [00:14:22] Damit wir

Philipp Hoffmann: [00:14:23] Vielleicht nutze ich

Christoph Bornschein: [00:14:24] Meinen wirklich so also empfiehlt dir nicht ständig irgendwelchen Kram

Philipp Hoffmann: [00:14:31] Also ich empfehle Kram und ich hab auch bei Amazon 'n Affiliate Konto und so, aber ich nutze das dann bewusst nicht, weil ich denk, das soll ja son bisschen unbelastet bleiben, der Link.

Christoph Bornschein: [00:14:41] Ich würde immer mal das bekommen.

Paul Wesendonk: [00:14:44] Ja, aber

Christoph Bornschein: [00:14:47] Wenn Du das konsequent durchziehst und tatsächlich auch so wenn über über Matebecher spreche auch immer knallhart den Affiliate Link machst und auch sagst Du möchtest da gerne mitverdienen und was ist das denn für ein Wasser Gefäßargument kann ich das Ding kaufen okay weil es halt so ein bisschen so dieses dein Gegenüber zahlt ja nicht mehr und es ist wie so wie so eine im Venturekapital Business würde man sagen feiners Fee so wir haben dich drauf gebracht dass ja aber Martin eine feine Sache ist wenn Du das bei Amazon kaufen willst warum sollten wir nicht vierzehn Cent dafür kriegen ja ja

Philipp Hoffmann: [00:15:23] Okay nee verstanden dann hau ich da doch mein reflink rein und Teil

Paul Wesendonk: [00:15:30] In die Shownotes aber ist doch egal ich habe keine Ahnung

Philipp Hoffmann: [00:15:37] Ja unsere Shownotes sind ja bei uns auf der Webseite also da kann ich machen, was ich will.

Christoph Bornschein: [00:15:41] Ja eben.

Paul Wesendonk: [00:15:42] Und dann

Philipp Hoffmann: [00:15:42] Das das Druck

Christoph Bornschein: [00:15:43] Druckverkauf gnadenlos.

Paul Wesendonk: [00:15:46] Druckverkauf, gnadenlos. E-Commerce, martischer.

Christoph Bornschein: [00:15:48] Und und lustigerweise ging's mir beim beim Buch machen genauso wie dir, weil ja ganz viel von dem schon wieder zurücklag. Also so wenn wir über Klöckner sprechen und ihr habt's ja angedeutet, dann war dieses mal wieder in diese Rolle zurückzugehen, Gießper Dröhl anzurufen und der erzählt von etwas und seiner Gesamtperspektive auf etwas, wo ich in in in Etappen und Teilen ja dabei war. Das ist schon irgendwie noch mal noch mal relativ interessant und spannend weil Du eben tatsächlich dann auch noch mal so eine Einordnung in was kriegst von Sachen wo ich nicht dabei war also so erzählt zum Beispiel die Geschichte dass irgendwie die Sellser nicht mitmachen wollten im digitalen Vertrieb oder keinen Bock drauf hatten, ihre Leads irgendwie in die Onlineplattform zu packen. Und dann hat er irgendwie im, ich glaub, die haben damals, wie hieß denn denn dann komische Microsoft Messenger, den man zwischendurch im Kopf kriegt mal nutzte. Da könnt ihr euch nachher erinnern.

Paul Wesendonk: [00:16:42] Also nicht, aber 'N

Christoph Bornschein: [00:16:44] Slack für für für für die für die frühen Zweitausender. Ich weiß hab's vergessen Jammer da hat er da hat er dann eine Sales Challenge ausgerufen mit iPads für alle, die die meisten Leads in diese Plattform eintrug und so. Es ist halt so wirklich so dieses so so das macht schon Bock irgendwie das noch mal auf die Art an anzugucken und dann hast Du halt son ich kann das natürlich auch irgendwie beim Kaffee mit Giesbert diskutieren, aber die Hürde ihn anzufragen und zu sagen, na erzähl doch mal, wie's war. Also das fühlt sich dann mit Aber wenn man sagt, ich wir wollen es fürn Buch, dann dann sagt er natürlich gern ja. Das war schon irgendwie war gut, Grüße an dieser Stelle an Gießberg Rüfert, das hört, das noch mal so sich anzugucken. Ja. So, deswegen macht es Spaß und deswegen ist lustigerweise so, dass wir auch grad 'n weiteres Buchprojekt angeboten bekommen haben, bei dem jetzt schon relativ klar ist, dass wir's machen werden und so diesen Aufwand von, Du arbeitest ja auch schon mal 'n Jahr dran, auch noch mal machen, weil's einen wirklich, also mich sehr bereichert hat, das zu tun, schon. Jetzt mal Kannst

Paul Wesendonk: [00:17:53] Du da schon mal

Christoph Bornschein: [00:17:54] 'n paar

Paul Wesendonk: [00:17:54] Ballern oder?

Christoph Bornschein: [00:17:57] Ich kann son bisschen Thema. Es geht tatsächlich die Frage, wie Du dieses ganze ESG Sustainability Nachhaltigkeit Lieferketten Transparenz raushebst aus der Verpflichtungsecke rein in Wettbewerbsvorteil daraus machen also so so ein ein ein Demestifizierung ist Quatsch, aber das Thema, warum gutes Business wettbewerbsfähigeres Business ist, wird so die Richtung sein. Also gesellschaftlich

Paul Wesendonk: [00:18:24] Also gesellschaftlich gut gleich

Christoph Bornschein: [00:18:27] Gesellschaftlich ökologisch auf welchen auf welchen Qualitätssmensionen Du's auch immer anguckst. Also das, was wir heute ESG nennen, als Treiber von Wettbewerbsfähigkeit und nicht als schlechte laummertreiber und Reporting und so weiter und ich finde das ist so ein bisschen scheinbar ja gegen den Zeitgeist in USA hast Du jetzt gerade irgendwie ESG Investitionen gehen ja runter die FDP meint bereits entschlossen beschlossene Lieferkettengesetze in Brüssel stoppen zu müssen so das ist ja so ein bisschen gerade der Zeitgeist und und es geht noch mal weg von diesen ey es geht nicht darum eine bürokratische Erschwernis zu machen sondern wenn wir es auf die richtige Art und Weise spielen und wie wir das auf die richtige Art und Weise spielen, wissen wir noch nicht, weil das Brunner nicht geschrieben haben. Das wollen wir in dem Buch mal erforschen.

Paul Wesendonk: [00:19:10] Okay, das ist eigentlich auch 'n Thema, was wir uns mal mit aufgeschrieben hatten für irgendeine Folge, Dieses Innovation durch Regulation. Also Ja, stimmt. Ich kann mich gut an die Zeit der Energiesparlampen erinnern. Da war's mal so 'n halbes, dreiviertel Jahr immer die ersten fünf Minuten dunkel im Raum, man auf einmal keine Glühbirne mehr benutzen durfte. Und dann gab's auf einmal die LEDs. Und Du kriegst wie 'n Katalysator keinerlei gibt ja viele Beispiele, wo man einfach Du darfst es nicht mehr, okay, dann sind smarte Menschen auf einmal dabei, irgendwas Geiles zu bauen.

Christoph Bornschein: [00:19:45] Es gibt ja auch diese Theory of constraints, also das Innovation in konstranten Umfeld besser entsteht. Ein reguliertes Umfeld ist ein konstrantes Umfeld. So ist doch total geil wenn wir einfach regulatorisch den Constrant schaffen dass keine Kinder in Bangladesch mehr ausgebeutet werden dürfen in der Modeindustrie sogar ein positiver

Paul Wesendonk: [00:20:05] Das wär 'n Punkt.

Christoph Bornschein: [00:20:06] Und man sich das

Paul Wesendonk: [00:20:07] Stell dir mal vor,

Christoph Bornschein: [00:20:08] Man man stelle sich vor, das wäre verboten.

Paul Wesendonk: [00:20:12] Ja, ja, komisch. Das wär's. Nee, das

Christoph Bornschein: [00:20:29] Stewe of Constraints, also Wie auch so? Es ist gibt's 'n Buch zu und so? Ist einfach die die Annahme und Du siehst die ja auch so, also Deutschland ist ja auch 'n Beispiel an sich. Wir haben ja auch eben keinen Uran und andere, also Gold kannst Du nicht ausbuddeln, also musst Du was anderes einfallen lassen. Und die die Hypothese ist eben, dass wenn Du 'n System constraint an irgendwas, was es tun wollen würde, dass es auf der anderen Seite innovativer wird das zu überwinden was dieses macht also du trainierst dann halt einen anderen Muskel und ich finde es so so intuitiv ist es, wer war.

Paul Wesendonk: [00:21:05] Mhm. Halt dir mal die Augen zu, dann hörst Du besser. Ja. Ja. Wir Wir haben

Philipp Hoffmann: [00:21:11] Mal son LinkedIn Post gemacht, wo ich gesagt hab, so die meisten Corporate Innovation Einheiten haben eigentlich zu viel Kohle, die müssten eigentlich alle viel weniger Kohle haben und mit viel

Christoph Bornschein: [00:21:18] Weniger Kohle.

Philipp Hoffmann: [00:21:20] Genau und das fand ich jetzt grade so interessant, dass es da sozusagen auch 'n theoretischen Überbau gibt dann für diese Meinung.

Christoph Bornschein: [00:21:25] Und ich glaube, es ich glaube, es stimmt. Also so ich ich sag nicht den Konzern, den's geht, aber wir haben mal für 'n Konzern eine Innovationsabteilung gebaut, die ist dann in das schickste Gebäude der Stadt. Ich sag auch nicht die Stadt, weil sonst zu erkennbar wäre gezogen und dann und dann kamen da so die ersten neu angestellten Innovationskollegen die dann sehr unzufrieden waren

Paul Wesendonk: [00:21:50] So also ich

Christoph Bornschein: [00:21:52] Ich ich würde das theoretisch

Philipp Hoffmann: [00:21:53] Leute an, ja.

Christoph Bornschein: [00:21:55] Ja, aber das genau so und ich glaube, dass Du an der Anzahl der installierten und beschafften USM und oder VITRA Möbel eines Innovationszentrums messen kannst, wie wahrscheinlich es ist, dass da echte Innovation rauskommt. Da gibt's die in

Paul Wesendonk: [00:22:07] Dem in dem Vergleich zum zur zur Zentrale. Ja. Zur Verwaltungs zum Verwaltungsgebäude. Ich glaub, das ist das ist so. Wenn die Tür aufgeht und die die schönen Möbel anfangen, dann weißt Du Also ich weiß, dann bin ich wahrscheinlich da, wo ich wo ich irgendwie mein Meeting hab, aber Ja. Ich weiß auch, okay. Ja. Das ist nicht aktiv Forschung oder Inklusion. Ja, genau.

Christoph Bornschein: [00:22:31] Na ja und das also und und genau, so alles nur Funktionen von von Budget. Ich glaub, das ist eben tatsächlich so. Und und das ist eben tatsächlich bei so bei so bei so gerade wenn wir irgendwie glauben dass das das nachhaltige Industrien in Energie und so weiter dann ist eben dieses Aufrechterhalten des regulatorischen Drucks von nein wir schalten die scheiß Atomkraftwerke nicht wieder an Markus Söder genau das Richtige weil wenn Du immer die Tür offen lässt dass Du sie doch wieder anschaltest wird keiner investieren in

Paul Wesendonk: [00:23:01] Irgendwelche so

Christoph Bornschein: [00:23:03] Ja also genau so. Und deswegen ist also jetzt mal völlig von irgendwelchen technischen Argumenten weggehen dieses dumme Gelaber über Atomstrom das absolut sicherste Mittel, Innovation in anderen Formen Energieerzeugung Erzeugung und Energiespeicherung zu machen, gar nicht erst anfangen zu lassen. Ich glaub, es ist auch 'n bisschen der Trick, das ist das Gaslighting. Ich ich koche diese Diskussionen, ich hab mal 'n Artikel über das Gaslighting was die FDP eigentlich mit dem Wort Technologieoffenheit mit uns allen veranstaltet so ich ich ich verhindere Innovation indem ich indem ich schon lang genug darüber rede, dass die ähm outdated Technology echt eigentlich eine geile Idee wäre. Das ist so so wie wie wie wie eben guckt ihr die FDP an, die uns irgendwie in, ich weiß nicht ob ihr euch noch erinnern könnt, deren Fraktionsvorsitzender hat mal in 'ner, ich glaub, Lanz Folge gesagt, dass wir auch mal hinterhergehen müssen, dass man ja aus altem Frittierfett Dieselmotoren immer noch gut betreiben kann und dass er sich aus der Technologieoffenheitsperspektive wünschen würde, wir würden uns damit mehr beschäftigen, wo man so denkt so, wie skalierbar ist das, Alter?

Paul Wesendonk: [00:24:14] Wie viele Promis soll ich denn hier bitte noch mal essen? Ich glaub, ich

Christoph Bornschein: [00:24:17] Bin das gut Ich hab jetzt hier für den Diesel.

Paul Wesendonk: [00:24:22] War das Rauchen für den Frieden oder so? Gab's da auch mal sone Kampagne? Ich glaub, wir haben noch nie sone politische Folge gehabt. Find ich sehr gut. Ja. Weil FDP Bashing ist auch son bisschen 'n Hobby von mir privat. Na ja, und ich

Christoph Bornschein: [00:24:33] Und ich glaube ich glaube ich glaube aber, das ist son son son wir tun ganz häufig da da oder zu häufig so als hätte politische Gesamtwetterlage nichts mit der Innovationsfähigkeit zu tun. Also ich meine wir sitzen hier bei Covid Innovation so und das das große Problem was wir gerade haben auch in der ganzen Stimmungslage Deutschland ach sie ist scheiße und so ist halt das ist an einem kohärenten Rahmen dafür, wo zukünftigen geht, fehlt. Und wenn wenn Du noch nicht mal mehr dich darauf verlassen kannst, dass drei Parteien einen Koalitionsvertrag schreiben in dem drinsteht dass Lieferketten und dann kommen noch sieben andere Worte gesetzt wird im Übrigen auch europäisch umgesetzt, sondern die FDP dann abweicht von etwas, was sie im Koalitionsvertrag zugesagt haben, wo alle Menschen in der Industrie sagen, seid ihr bescheuert? Wir haben schon angefangen, dahinter zu investieren. Ja, dann schaffst Du eben noch mehr von dieser Unsicherheit. Also und und das sind halt so dieses so Innovation braucht einen einen planbaren Rahmen, in dem sie stattfindet, braucht irgendwie eine Erzählung von warum machst Du das, warum diese ganze Erschwernis, wo gehen wir eigentlich hin so und was kriegen wir am Ende dafür? Und wenn Du die ganze Zeit Zielrichtung und Input änderst und das ist das, was wir im politischen Raum gerade erleben, dann wirst Du nichts davon kriegen.

Paul Wesendonk: [00:25:50] Das geht jetzt noch ein, ich würde sagen, einen Schritt über das Buch, wenn Du sagst, okay, im Buch ist eigentlich wichtig, ich muss die Guidelines schaffen und ich will irgendwo strategisch hin. Damit Du überhaupt strategisch irgendwohin wollen kannst, musst Du überhaupt erst mal wissen, was ist überhaupt? Also das passiert in den nächsten fünf Jahren überhaupt.

Christoph Bornschein: [00:26:08] Und ich glaube, alles hat ja mit allem zu tun, wie wie wie Du hast halt ganz oft Situationen, die kennst ausm Alltag noch viel besser als ich, wo Du wo Du so so überzeugte Menschen hast, die wirklich was anfangen wollen. Also Du hast das Problem mit dem mit dem Ding gemacht, so auf der auf der Ebene von die stehen eben vor dem Problem und wollen es innovativ lösen so es ist eben nicht so dass die zwei Ebenen da drüber mit dem, was die tun können, nichts zu tun haben. Und ich finde, dass es tatsächlich dann auch eben eine eine eine eine Verpflichtung gibt der Ebene, die den Rahmen definieren, indem dann Innovation im Konkreten passieren soll, den so zu gestalten, dass es passieren kann. Und ich finde, das ist gerade und das Buch versucht es irgendwie auf der auf der Dimension Corporate aufzulösen. Ich habe auch eine Meinung auf der Dimension Gesellschaft und Politik. Das ist gerade irgendwie das Shortcoming, was wir gerade in einem der ehemals innovativsten Wirtschaftsräume der Welt erleben.

Paul Wesendonk: [00:27:03] Mhm. Ich glaub, das ist eine mega Überleitung zum zur umgedrehten Seite der Medaille. Wie und jetzt?

Christoph Bornschein: [00:27:15] Na ja, das

Paul Wesendonk: [00:27:15] Ist eben dass dass Ja. Dass sich darüber aufregen, dass diese die Stabilität nicht da ist und dass die Schuldenbremse irgendwie wichtiger ist als Kitaplätze und Irgendwie 'n bisschen Alles. Alles, genau. Danke. Ist wichtig und das ist ja die Öffentlichkeitsarbeit, die wir auch dann, ich mein, bei den Leuten, die uns zuhören und ich befürchte zumindest auch ähnliche Meinungen haben wie wir und dann ist es ja son bisschen ein Coach Schema mäßig. Aber die, die's nicht, also alle FDP Wähler da draußen meldet euch bei mir, lieber nicht mehr oder doch oder lass lass ich wollte reden. Was versuchst

Christoph Bornschein: [00:28:00] Du jetzt hier gerade?

Paul Wesendonk: [00:28:01] Ja, ja, genau. Lass einfach reden, so Dialog und so. Aber was können wir denn machen? Also wie der Grund, warum wir überhaupt was machen wollen, oder? Ja,

Christoph Bornschein: [00:28:19] Und und und und das ist ja gar nicht alles schlecht. Also so so ich glaub, es gibt eine eine Wirksamkeitsdimension im Politischen, die schon auch noch unterspielt ist und das ist die Wirksamkeitsdimension von wir werden im politischen Raum, also wir alle Bevölkerung schon auch in Geiselhaft von die Leute wollen das nicht genommen. Also weißt Du so so so und wir sind ja auch die Leute, so ich will das. So ich will also die diese diese ganze Thema fand ich ich mach 'n Beispiel, was eher 'n erzählisches Beispiel ist, aber ihr bei euch noch erinnern könnt, wie wie gebetsmühlenartig die Bauernschaft von der großen breiten Bevölkerungsunterstützung gesprochen haben, die der Bauernprotest hatte. So, ich glaube, das ist einfach Quatsch. Ist einfach behauptet worden. Und genauso wird eben auch behauptet, dass Datenschutz Menschen sind nicht bereit dazu, für bessere digitale Geschäftsmodelle, was auch immer den Datenschutz zu sagen. Ich glaube, das ist einfach Quatsch, das ist eine Behauptung. Und und und wenn Du sowas anguckst so so in Panels, dann stellst Du ganz häufig, ich letzte Woche mit Maja Grüppel gesprochen in meinem Podcast, die hat dazu geforscht, stellst Du ganz häufig fest, die Zustimmungsquoten zu dem, was Menschen nicht wollen, sind achtzig Prozent. Und ich glaube, deswegen haben wir schon noch 'n 'n Job zu erledigen im politischen Raum, nämlich nämlich nämlich dem Unsinn, der da erzählt wird.

Christoph Bornschein: [00:29:38] Nicht grade sind wir in der Zeit, das muss man auch erzählen, in dem dieses Video auf dem Handwerkstag, glaube ich, von Habeck und Söder wie Sau klickt wo wo Habeck Söder einfach argumentativ mal aufspieß aber das Söder immer noch einfach so erzählen kann es gäbe irgendwelche Geheimen uns von der Regierung verborgenen Vorteile in der Atomindustrie und so einfach auseinanderzunehmen ist in einem fünf Minuten Video das ist schon auch noch ein Job den wir zu erledigen haben also dieses nee, es ist hier nicht so geil mit Forschungsförderung, mit digitalen Technologien und damit, sechzehn Landesdatenschützer haben digitale Geschäftsmodelle aufzumachen wie wir glauben wie wie uns erzählt wird und so das muss passieren dann hast Du halt daraus und das ist dann wieder dieses wir sind ja irgendwie alle Unternehmer ist es eben Aktion zu beweisen dass das Gegenteil möglich und wahr ist Also so dran dranbleiben an dem. Also ich hab zum Beispiel immer sehr viel Kraft daraus gezogen. Ich hab ja im Verwaltungsrat von Lichtblick gesessen, dieses, ja nee, man kann halt dunkelgrüne Energie und einen CO2 neutralen Lebensstil zu einem Produkt machen und es Menschen anbieten, sogar zu 'nem relativ hohen Preis, wenn man das eben grade braucht, damit man das produzieren kann. Und überraschenderweise kaufen Menschen das auch.

Paul Wesendonk: [00:31:03] Die fahren dann wahrscheinlich Porsche und können sich's entsprechend auch leisten, aber wenigstens haben die dann schon mal los.

Christoph Bornschein: [00:31:10] Aber aber aber die sind dann eben, die die es schaffen, dass so dass dass Du anfängst, eine eine Nachfrage nach 'nem wirklich so so und das ist ja ganz häufig so. Also ganz viele so auch auch die die die Biolebensmittelwelt in Reformhaus Qualität hat angefangen mit Menschen, die überproportional viel Geld dafür ausgegeben haben und dann kam irgendwann eine Demokratisierung. Also so Du Du musst es ja so machen. Ich hab

Paul Wesendonk: [00:31:34] Irgendwann mal in meinem CIVI hatten Also ich hab in 'nem im Grunde in 'ner Kneipe CIVI gemacht, auf meinen Und gesagt, es verjährt, deshalb passt das schon.

Christoph Bornschein: [00:31:42] Ich wollt grad sagen, die größten Rede braucht es.

Paul Wesendonk: [00:31:44] Ganz mega. Das Ersatzamt. Nee, also Jugend- und Kulturzentrum Druckluft e. V, die gibt's immer noch, die machen gute Arbeit, aber das Zivi machen war der Wahnsinn, weil es war halt Musik, Schachspielen, 'n Kicker reparieren, Jugendkaffee veranstalten, richtig cool. Und einmal die Woche kochen für alle. Immer vegan und ich hab gedacht, okay, vegan schwierig, ist nicht so War war damals nicht so meins. Dann habe ich gesagt, ich mach's mir scheißegal, ich mach Pommes Currywurst und hab dann im Reformhaus für, ich glaube, sechzig Euro den gesamten veganen Wurstbestand aufgekauft und der hat so scheiße geschmeckt. Ja. Und inzwischen kannst Du das echt mindestens mal vergleichbar machen,

Philipp Hoffmann: [00:32:31] Ja,

Paul Wesendonk: [00:32:31] Auch eine Art von

Christoph Bornschein: [00:32:33] Na ja und zu dem Preispunkt, wo Du irgendwie das Veganer Hack von Rügenwalder neben dem Hack von Rügenwalder siehst und da vielleicht noch zehn Cent Preisunterschied sind oder bisweilen weniger. Also und ich glaube so so so dieses dieses beweist sicher am Markt, dass die Menschen das doch wollen. Ich glaube, das ist dann irgendwie wieder so der Wirtschaft oder der Unternehmer zu sagen, nee, ich bau das jetzt und zeig euch, dass es möglich ist. Ich glaube, wir müssen dann eben tatsächlich und das ist son bisschen das Problem, was was was im politischen Diskurs schon noch mal sich verändern muss. Wir müssen dieses Industrialisierungserbe abschütteln, da wo es jede andere Form von Wertschöpfung behindert. Weil Du kommst eben tatsächlich dahin, lass mich ein Beispiel mal, dann hören wir mit den Politik Quatsch auf. Wir wir sind ja immer noch in der Situation, in der Freelancer sich in einer Arbeitsform befinden, die ein atypisches Beschäftigungsverhältnis ist. Interessant eigentlich. Wissensarbeiter, viele Entwickler sind sind Freelancer oder Berater für irgendwelchen sehr tiefgehenden Kram, fallen also eine Kategorie, die als atypisch disqualifiziert wird, weil das sozialversicherungspflichtige vierzig Stunden Vollzeit Beschäftigungsverhältnis, wie man das traditionell aus der Fabrik kennt, das typische zu sein scheint und es halt einfach einer Gesellschaft die immer mehr darauf angewiesen ist dass Wissensarbeiter Wertschöpfung betreiben die erleben muss, dass die Unterschiede zwischen Lebens- und Arbeitsformen immer größer werden, die immer weiter ausdifferenziert und damit irgendwie leben muss. Ein riesiges Problem, weil Scheinselbstständigkeit Tatbestände und so weiter die Konsequenz davon sind und da bist Du dann halt wirklich bei so Regeln begrenzen eben auch hart eine bestimmte Art von Innovation, weil Du sie hier nicht machen kannst. So und und an diese Regel müssen wir ran und und da ist auch kein ja ja über die Politik jammern ist immer scheiße so es ist offensichtlich noch nicht genug gejammert worden dass sich da jemand mal hinstellt und sagt haben wir da schon mal eine Lösung gefunden für?

Paul Wesendonk: [00:34:36] Mhm. Ja, ich bin ja großer Fan von Politik drum rum. Also zum einen so Datenschutz und so finde ich persönlich ganz geil, weil wir dadurch mit unserem in Deutschland entwickelten und gehosteten und komplett Europa gehosteten SAS Produkt im Grunde konkurrenzlos sind, weil selbst wenn's das Produkt gäbe, es dürfte halt niemand benutzen. Ist son Mini Wettbewerbsvorteil. Du könntest

Christoph Bornschein: [00:35:03] Jetzt 'n langes, warum ich nicht glaube, dass das stimmt, anhören, aber ja.

Paul Wesendonk: [00:35:08] Du kommst halt nicht Also ob das stimmt und ob man das dürfte oder nicht, andere Frage. Aber ob Du in der Compliance Abteilung vor 'nem Konzern damit durchkommst, ist halt deutlich deutlich entspannter.

Christoph Bornschein: [00:35:19] Ich glaub ich glaube, dass wir 'n bisschen Level Brainfield Problem haben. Wenn Du morgen nämlich etwas gründen wollen und beim Datenschützer deiner Wahl, Du sitzt jetzt in NRW, also dürfte der irgendwo in Düsseldorf sitzen, anmelden würdest und Du würdest etwas bauen, was funktioniert wie Meta, Instagram hat und WhatsApp, dann würde dein Landesdatenschützer dir wahrscheinlich sagen, dass das nun mal gar nicht geht, was Du da machen willst.

Paul Wesendonk: [00:35:41] Das ist aber so.

Christoph Bornschein: [00:35:43] Genau. Du kommst halt eben tatsächlich dahin, dass das quasi importierte digitale Struktur und Infrastruktur wahrscheinlicher als legal qualifiziert wird, weil sie eben in Irland ihre datenschutzrechtliche Heimat hat, als das exakt gleiche Ding, was Du bauen würdest und dem Düsseldorfer Landesdatenschützer für NRW vorlegst. Auch hier gehen Grüße raus.

Paul Wesendonk: [00:36:08] Ja. Das das kenne Sie oder ihn nicht.

Philipp Hoffmann: [00:36:14] Klaus, wir haben jetzt ganz schön viel schon in Richtungen diskutiert, die ich nicht vorhergesehen hab oder

Christoph Bornschein: [00:36:23] Gut oder schlecht ist die Frage.

Philipp Hoffmann: [00:36:25] Ich find es insofern interessant, weil ja eines unserer Themen Aufbruchsstimmung war und ich so diese Überlegung hatte Aufbruchsstimmung, wie erzeugt man die, ne? Wenn Du Aufbruchsstimmung hast, dann willst Du ja woanders hin und nur deshalb hast Du diese Aufbruchsstimmung. Und meine Hypothese ist son bisschen, dass der Deutsche eigentlich gar nicht irgendwo anders hin will, weil es geht ihm ja gut da, wo er jetzt heute ist. Ob das in zwanzig Jahren auch noch so ist, ist was anderes. Aber heute will er halt nirgendwo anders hin und deshalb braucht's eigentlich keine Aufbruchsstimmung. Und was ich jetzt aber total spannend fand aus der Diskussion ist, dass Du gesagt hast, dass es ja noch andere Aspekte gibt, wie man Aufbruchsstimmung erzeugen kann. Wir haben jetzt da über Regulatorik gesprochen, über Innovation by constraints, über politische Verlässlichkeit und so weiter und da habe ich auf einmal ganz viele Stellschrauben gesehen, an denen man eigentlich drehen könnte, Aufbruchsstimmung zu erzeugen, obwohl es uns heute eigentlich gut geht.

Christoph Bornschein: [00:37:21] Und das Es gebe auch noch eins, nämlich eine eine eine klarere Erzählung von der Zukunft schützt dir einfach passieren zu lassen. Also genau, ja. Wir wir wir müssen ja nicht über Digitalisierung als Jobkiller diskutieren, sondern wir müssen uns mal einfach klarmachen, wie viele Menschen der Boomer Generation in Rente gehen werden und was wir fürn unfassbares Fachkräfteproblem haben und wie sehr wir eigentlich auf digitale Technologien bei der Erledigung von den ganzen Arbeiten angewiesen sind also so das ist ja das ja eben auch ein ich nehme keinen Kanzler keinen digital Verkehrsminister war der sagt ja also es ist auch extrem verhhaltungsvoll wenn wir jetzt einen großen Sprung machen weil ganz viele Probleme die unten direkt vor der Tür stehen nämlich zum Beispiel dass Altenheime, die fertig gebaut werden und neu sind, niemals eröffnet werden, weil es keine Altenpfleger gibt, sind durch was anderes als Technologie gar nicht mehr adressierbar und es ist nicht nur so dass wir das irgendwie im gleichen lösen und es irgendwie einfach genauso läuft wie immer sondern es könnte auch besser funktionieren so also nimm son, ich find's immer total krass, alle finden's ja im Krankenhaus offensichtlich okay oder beim Arzt den immer gleichen Anamnesebogen immer wieder auszufüllen. So das muss doch nicht sein es könnte eine Zukunft geben in der ich schon zu Hause wie bei der Flugzeug einfach einmal Ausbildung wer ich bin und was ich habe und es dann für alle Zeit erledigt ist. Aber

Paul Wesendonk: [00:38:51] Das wär doch total praktisch, wenn es sone Art Karte gäbe, wo das drauf gespeichert wär, oder? Wär das nicht cool? Wär das nicht mal eine Idee?

Christoph Bornschein: [00:38:59] Ja, eine Karte oder was auch immer. Also Egal. Aber aber aber wir wir sind halt eben tatsächlich und und wie wir hingekommen sind ist mir gar nicht so klar aber wir diskutieren es eben immer mit seinen ganzen so aber dass das sehr fassbare Probleme die ich bin überzeugt davon einen großen Anteil an Menschen in diesem Land hart nerven auf eine viel schlauere Art lösen könnte, ist eine Diskussion, die wir in dem Kontext ganz selten haben. Und ich glaub das uns heut eben auf, wo stimmen zu sagen, na ja, dieser Zukunft in der wir uns ja jetzt irgendwie aus so einem bestimmten Bezugspunkt sogar schon befinden die ist gar nicht so scheiße sondern ziemlich großartiger Ort und wenn wir nicht anfangen die zu gestalten, dann wird jemand die gestalten und uns Produkte verkaufen, die dann nicht mehr erlauben, dass wir uns selbst konfigurieren können.

Paul Wesendonk: [00:39:50] Ich hab irgendwann mal ausgerechnet, ich versuch grad zu finden, was der Ummeldeprozess beim Bürgeramt Deutschland kostet quasi als an Wirtschaftsleistung. Weil Du musst ja jedes Mal da hinrennen, Termin machen, zwei Stunden warten im Zweifel, damit irgendjemand auf deinem Personalausweis 'n quasi 'n Aufkleber macht, wo deine Adresse draufsteht, die Ja, oder die jemanden interessiert, ne.

Christoph Bornschein: [00:40:16] Oder nimm Ja, interessieren schon, aber also ich auch abmppeln kann oder was anderes. Also wie fälschungssicher ist und nimm nimm so große populistische Themen Grüße an Markus Söder an dieser Stelle noch mal wie wie diese wie diese wie diese absurde Art, wie die jetzt diese Bezahlkarte für für Asylbewerber einführen, wo mir überhaupt erst klar geworden ist dass Asylbewerber das Cash kriegen so ich finde es finde es extrem lustig dass wir jetzt irgendwie den eine Karte geben mit einer Erzählung von dann können wir die besser kontrollieren und dann kommen die nicht mehr so auf der deutschen was ich für absoluten Schwachsinn halte Ich würde das tatsächlich aus 'ner Perspektive sehen von what, wir geben Menschen Bargeld in die Hand. Wie sollen die das bei digitalen Transaktionen und so benutzen? Also nur so also mein mein Take auf die Bezahlkarte ist son bisschen son ey es wird ja auch Zeit, dass dass dass die mit dem Geld, dass wir eben offensichtlicher in Bar aus zahlen, irgendwie was tun können, was unbar. Also so und und das das zeigt immer sone verschobene Diskussion statt irgendwie darüber nachzudenken, dass Du ja irgendwie ganz cool ist den auch digitales Geld zu geben sind wir die Arschgeigen Kartoffeln die sagen dann können die unser ganzes schönes Geld nicht mehr in die Heimat schicken also wir haben so unschöne Mischung aus wir finden Zukunft irgendwie komisch und keiner hat erklärt, warum das gut ist und auch gut, kein Bargeld mehr in der Hosentasche zu haben.

Christoph Bornschein: [00:41:41] Dann finden wir, beschäftigen wir uns ganz viel mit diesen diesen zurück in die Fünfziger Themen, so das leise, bollernde Atomkraftwerk, keine Menschen, die so aussehen, wie ich nicht aussehe, Frauen zurück an den Herd, alle gehen morgens in die Fabrik und arbeiten da stehen. Und das ist halt wirklich so dieses dieses Land ist so orientierungslos im Jugendduktes, würde man sagen, die politische Klasse ist so fucking lost darin zu sagen wo sie eigentlich hin will und und ich glaube das ist ja nicht also so es ist ja nichts was Physik ist haben ja wir sehen ja das anderswo Lösung für das da also so das ist ja die gute Nachricht ist ja nichts davon ist unlösbar aber es müsste mal jemand ich sag das extra man

Philipp Hoffmann: [00:42:33] Was glaubst Du denn, warum sind wir dahin gekommen? Du hast gesagt, ich weiß es nicht genau, aber was könnten Aspekte sein, warum wir dahin gekommen sind?

Christoph Bornschein: [00:42:41] Faktoren sind wir natürlich irgendwie also oder hab ich 'n Erklärungsmodell, so klar sind mir die nicht, jetzt hab ich nicht geforscht, aber dass da dass wir dass wir son bisschen die die die Knautschzone des Übergangs erleben, weil wir zu erfolgreich waren im alten Modell ist natürlich eine der Dimensionen davon. Also wir wir haben halt Industrialisierung nicht nur so mitgeschwommen, sondern wir sind global neben Japan die eine Volkswirtschaft, die sagen wir mal Top drei Industrialisierung durchgespielt hat also das ist dann wirklich so man macht sich wirklich klar wie unfassbar vor allen Dingen nach einem Zweiten Weltkrieg dieser Erfolg ist den wir in chemischer Industrie in allem was irgendwie mit Maschinen und Autos bauen zu tun hat. So so das ist einfach so verrückt. Und dafür ist unser unser Wirtschaftsmodell halt ideal angepasst. Alles, was politisch und wirtschaftlich so in Deutschland drin steht, das geht es runter zu unserer China Strategie in der Außenpolitik ist dem unterworfen, dass dieses Modell wirtschaften gut funktionieren kann. Und damit sind wirscheißereich geworden. Und und dann hast Du halt eben immer dieses Problem, das Phänomen des Gewinners, jetzt ist plötzlich so dieses dieses, was uns hierher gebracht hat, gilt nach vorne nicht mehr. Die Menschen, die aber Teil des siegenden Teams waren, sitzen immer noch an den einflussreichen Stellen und kommen natürlich nicht dahin zu akzeptieren, dass ihre gesamte Lebensleistung bis hierhin ganz geil war, sogar richtig super geil, sie jetzt einfach mal besser zur Seite treten, weil für das, was jetzt kommt, dieses dieser Instrumentenkasten eben nicht mehr der richtige ist.

Paul Wesendonk: [00:44:19] Mhm.

Christoph Bornschein: [00:44:20] Und und und diese diese diese Erfolgsprinzipien sind halt überall in der deutschen DNA im, ich nenn das immer, Betriebssystem drin. Also so Mhm. Die stecken in unseren Gesetzen, die die die stecken in unseren Grundannahmen, die stecken in die stecken in unseren Institutionen, die stecken in unserer Wirtschaft, die stecken in Karrieren im Konzern, die stecken in Vorständen und so weiter und so fort. Und das jetzt, ich meine so so wenn wir es jetzt sehr trivialisieren und sagen okay das nächste ist irgendwie ein Software Paradigma, der guckt doch mal an, wie viele Softwareingenieure in den Vorständen von Automobilkonzernen in Deutschland sitzen. Meine Behauptung wäre jetzt, ohne genau hinzugucken, kein einziger, keine einzige. So, das ist ja schon erst mal ein erster Indikator, wie viel IT Lehrstühle wir haben und welche Qualität die im globalen Vergleich haben versus die in Aachen an der RWTH angesiedelten Verbrennungsmotor Lehrstühle. Und also so und und und das ist halt tatsächlich diese diese Knautschzone von, wir leben extrem geil auf vergangenen Erfolgen, stellen jetzt aber grade fest, dass zukünftige Erfolge von maßgeblich anderen Erfolgsprinzipien abhängig sind. Das kriegen wir gerade nicht in guten Diskurs, weil Du ja immer jemanden und das also zumindest empfunden hast, dessen Lebensleistung dabei kritisiert wird, wenn Du sagst, wir machen's jetzt anders.

Paul Wesendonk: [00:45:44] Das ist ja im Grunde die Grundlage von Unternehmensstrategie, wenn Du's jetzt mal wieder in verschiedenes Teile packen willst. Die Grundlage von Unternehmensstrategie bedeutet, ich muss Entscheidungen für etwas treffen und dementsprechend Entscheidungen gegen etwas treffen. Wenn Du immer die Entscheidung für Industrie triffst, triffst Du immer die Entscheidung gegen neue Dinge. So je besser das

Christoph Bornschein: [00:46:04] Und und die die

Paul Wesendonk: [00:46:05] Bisher nicht,

Christoph Bornschein: [00:46:06] Ja. So breit würde ich's gar nicht formulieren, weil ich glaube, es ist gar nicht so spät, dass wir den industriellen Kern haben. Es geht eher Wertschöpfungsprinzipien auf, wir können auch Stahl herstellen, wir können auch Autos herstellen. Also so, weißt Du, das geht am Ende Augenhöhe es geht die Frage gelingt es uns diese diese und bisher ist ja nur Behauptung immer wieder vorgetragene Behauptung, weil wir eine gute einen guten industriellen Kern haben, sind wir gut aufgestellt, Software und den guten industriellen Kern zu verheiraten und dann daraus irgendwas Magisches zu machen, was uns wieder wettbewerbsfähiger macht. So, ich ich würde sogar sagen, dieser Hypothese bin ich bereit zu folgen. Es funktioniert aber nicht, wenn Du die Hardware Menschen darüber bestimmen lässt, wie Software in ihr Produkt kommt.

Paul Wesendonk: [00:46:52] Was ist

Christoph Bornschein: [00:46:53] Ja egal?

Paul Wesendonk: [00:46:53] Ja, und wenn Du wenn Du halt 'n Dreivierteljahr brauchst, ein Softwareprodukt, was Du gerne nutzen würdest, erst mal durch 'n Compliance Prozess zu schieben, weil ja theoretisch irgendwo jemand seine Kreditkartendaten und dann Du irgendwie sechzig Prozent von deinem oder was weiß man? Genau. Wie viel Prozent?

Christoph Bornschein: [00:47:10] Da da da gibt's ja tausende Perspektiven drauf, warum das also so so warum warum früher getroffene Entscheidungen dann eben nicht mehr funktionieren, aber das ist eben genau das. Also so die die Gammaance funktioniert eben nicht für eine Technologie Slash Software Welt. So und und und wieder zurück zu deiner Frage, Philipp, das wäre irgendwie so ein also so diese diese diese vollständige Ausrichtung auf den Industrialisierungserfolg und und quasi der After Mass dass es immer noch da ist, aber diese Phase, in der das absolut kritisch für den Erfolg global war, die sind vorbei. Ich glaub, das wäre mein Erklärungsmodell. Mhm.

Philipp Hoffmann: [00:47:48] Müsste es dann eigentlich nicht auch im Umkehrschluss dich relativ bald selbst lösen, dieses ganze Problem?

Christoph Bornschein: [00:47:56] Meinst, demografisch.

Philipp Hoffmann: [00:47:57] Mhm.

Christoph Bornschein: [00:47:59] Ja, und das weiß ich nicht so genau, weil weil Du ja, Du hast ja schon auch am am Ende sind ja sind ja Karriere, also ich mach das mal ich mach mal nicht son konkretes Beispiel, weil's irgendwann gemein wird, sondern ich mach mal das Beispiel Schule. Das Problem ist halt, auch unsere Schule ist ja einen Industrialisierungsressourcen Ausbildungsdingens. Du musst halt irgendwann anfangen, die sich selbst repetierenden Strukturen zu verändern. Aber Du kommst eben zu dem Problem, dass dass dass dass wir zum Beispiel dieses System Schule, was gut dafür da ist, Industrialisierungsarbeitskräfte auszubilden, nur verändern können, wenn wir andere Lehrer haben, die Du auch irgendwann ausbilden musst. Also so die die die der der Leck zwischen deiner Erkenntnis und tatsächlicher Umsetzung ist halt wahnsinnig lang. Es gibt so eine, ich hab mit dem Enzo Weber vom IAB, das ist der Thinktrink vom von der Bundesagentur für Arbeit, so eine Metastudie gemacht und haben wir haben eine Zahl gefunden, die ich nie wieder vergessen werde, glaube ich. Anzahl ausgebildeter und abgeschlossener Informatiklehrer im Jahr zwanzig zwanzig. Und ich werde zehn Mal überprüfen lassen, welches ich es nicht glauben konnte, es sind dreihunderteinundsechzig Stück. Bei in Deutschland so was die zehntausend Schulen. Dann kannst Du dir jetzt irgendwie ausrechnen, wie lange es dauern wird. Also da da ist dann Informatik als Pflichtfach eine schöne Forderung. Wo soll jemand, der dann da steht und es irgendwie sinnvoll erklären kann, herkommt? Also das ist

Paul Wesendonk: [00:49:23] 'n Ja, jede, ich sag mal, jede Agentur mit vier Angestellten hat irgend 'n Werkstudenten, der sich IT kümmert. Mhm. Das ist ja alles Freizeit.

Philipp Hoffmann: [00:49:32] Aber auch jetzt, ne, weil Du von gesprochen hast, wenn wir jetzt angucken, was mit KI passiert, wo Leute jetzt schon wieder sagen, ach vielleicht ist es ja gar nicht so wichtig, programmieren zu können. Vielleicht ist es ja viel wichtiger, problem solving zu können weil am Ende wirst Du nicht mehr programmieren du wirst natürlich ja Sprache dem Computer sagen was er

Christoph Bornschein: [00:49:49] Machen soll das ist ja schon für dich

Philipp Hoffmann: [00:49:53] Ja, also das ist ja dann noch mal so viel.

Christoph Bornschein: [00:49:57] Ja, aber Du hast also Du Du Du brauchst halt irgendwann bekommst Du halt an son Punkt und es ist eben da dann bist Du deswegen ist mein mein meine Aggregationsebene manchmal so hoch und Du hast ja hast ja 'n Punktpower aber Du kommst halt irgendwann nicht umhin zu sagen, große Teile der Grundprinzipien unserer gesellschaftlich wirtschaftlichen und politischen Annahmen müssen wir halt infrage stellen, zu 'nem zu 'nem neuen System zu kommen, weil Du sonst eben So, Du Du kannst auch die siebenundvierzigste Art, anders drüber nachzudenken, der Föderalismus, also in in Bildung vor allen Dingen, wenn Du ab der ersten Klasse anderen Unterricht in Deutschland etablieren willst, weil wenn Du dein Problem von einem Problem zu sechzehn Problemen machst, dann ist es eben deutlich schwieriger zu lösen. Und und wir haben halt und deswegen ist vielleicht der demografische Weg nicht so einfach, es ist ein ein ein sich selbst antreibendes und perpetuierendes System, weil Du eben immer noch Lehrer ausbilldest in einem System, was so seit Bismarck uns alle mal beschult hat, im Wesentlichen Bestand hatte. Mhm.

Paul Wesendonk: [00:51:12] Mhm. Müssen wir jetzt wenig Kontakt zwischen den Leuten, die zu irgendwann mal mit ihren Händen oder mit ihren Köpfen arbeiten und das so schnell wie möglich.

Christoph Bornschein: [00:51:23] Ja, aber also so und und davon hast Du ja ganz viel. Du hast irgendwie so deutsches Verwaltungsrecht. Ich will nicht in der Rechtshistorikvorlesung halten, aber das preußische Landrecht von siebzehnhunderteinundneunzig, glaub ich, oder einundvierzig, weiß ich nicht. Genau, also auch egal, ob's es fünfzig Jahre mehr in eintausendsiebenhundert irgendwas sind. Das hat die Grundlage für den Verwaltungskanon dieses Landes gelegen und haben wir da nur noch angebaut. Man könnte meinen, dass eine im Digitalzeitalter befindliche Gesellschaft mit einem dreihundert Jahre alten Verwaltungsrecht vielleicht nicht mehr so geil aufgestellt ist.

Paul Wesendonk: [00:51:58] Mhm.

Christoph Bornschein: [00:51:58] Und dass das irgendwas damit zu tun hat, wie scheiße eigentlich unsere Verwaltung Also und so.

Paul Wesendonk: [00:52:04] So, wir haben sechs Wochen. Wann, wir haben nicht mehr so viel Zeit, deshalb versuch ich nur allen son bisschen 'n bisschen positiven Outlook zu finden, damit ich irgendwie ins Wochenende starten kann. Weil Du hast ja schon verraten, dass es Freitag ist, ohne gleich mir irgendwie Ich trink zwar keinen Alkohol, aber son son alkoholfreien Gin noch reinzuknallen oder so. Haben sechs Wochen, was kann man machen? Das ist immer so mein mein Versuch, irgendwas zu tun.

Christoph Bornschein: [00:52:27] Gut, das ist das ist auf 'ner Ebene von diesen Herausforderungen was wo Du irgendwie so du kannst jetzt anfangen in Solar zu investieren und dich mit der Frage zu beschäftigen wie Energiespeicherung für dich ein Geschäftsmodell wird und wie Du es skalierst das ist im Text

Paul Wesendonk: [00:52:40] Vor allem

Christoph Bornschein: [00:52:40] Sowas so so macht das weil weil das macht auf jeden Fall die richtige Veränderung Wir wir haben darüber hinaus noch, ich glaub so was wie zwei Jahre zur nächsten Bundestagswahl. Ich glaube, den politischen Diskurs zu der Zukunft dieses Landes, die mehr ist als irgend eine Kackantwort auf die bescheuerten Faschisten, ist eine gute Idee. Ich glaube, sich von den Faschisten die Agenda diktieren zu lassen, ja, ich meine die AfD ist genau der falsche Weg. Ich glaube, Du musst denen die Agenda das diktieren und einen einen Gespräch über die Zukunft unseres Landes und zwar positiv anfangen und nicht eins, wie man hier 'n Jägerzaun drum rum baut, sich so kuschelig fünfzigermäßig anfühlt. Also weil weil da haben die uns alle hingebracht. So, wir führen eine Diskussion von, wie können die Kartoffeln wieder allein unter Kartoffeln sein? Und das ist so, wenn das unser Ziel ist, dann sollten wir das mit Wettbewerbsfähigkeit und Rentenniveau gleich vergessen, weil das werden wir nicht kriegen.

Paul Wesendonk: [00:53:41] Mhm. Vielleicht grade ist das Wort. Ja, nach nach der Aufnahme noch eine Minute für haben will, weil das war ganz Also der erste Punkt, den zweiten, den AfD Punkt bin ich bin ich voll bei dir. Ich hab unten auch noch so schildern von vorletzten Wochenende. Ja, aber

Philipp Hoffmann: [00:53:57] Das war bisschen bumastiziert. Klöckner ist untergegangen, aber schadet nicht, weil das können wir auch alleine irgendwann noch mal besprechen.

Christoph Bornschein: [00:54:04] Und wir haben und wir haben's und wir haben Gießberg begrüßt. Ich meine, das ist doch das stimmt.

Philipp Hoffmann: [00:54:08] Und mir noch Klassen Rundumschlag in andere Themen gemacht, den ich nicht erwartet hätte. Ich fand's eine der oder die intelligenteste Folge wahrscheinlich, die wir je gemacht haben.

Paul Wesendonk: [00:54:17] Ah, aber jetzt beleidigen unsere anderen Gäste nicht.

Philipp Hoffmann: [00:54:21] Ja, gut, das hat ja können die ja nicht zuhören, dass Christoph son Überflieger ist. Nein, also war auf jeden Fall hat Spaß gemacht, auch wenn ich am wenigsten geredet habe im Vergleich zu allen anderen Folgen.

Christoph Bornschein: [00:54:34] Du hast dafür sehr schön nachdenklich geguckt fand ich.

Philipp Hoffmann: [00:54:38] Ist auch wichtig. Muss auch jemand machen. Nein, also insofern heute mein KPI macht's Spaß, ist erfüllt. Paul, wie's bei dir?

Paul Wesendonk: [00:54:46] Absolut. Also ich Voll. Auch wenn ich leichte Lust hab, wieder den Whisky auszupacken. Aber auch das macht dir echt Spaß.

Christoph Bornschein: [00:54:56] Auch das ich meine jetzt was muss man den zweiten Todsünde des Podcastings. Es ist ja auch schon nach fünf jetzt.

Philipp Hoffmann: [00:55:06] Sehr gut. Christoph, vielen Dank, dass Du da warst und mit ja für diese Diskussion zur Verfügung standest und ein paar geile Perspektiven reingebracht hast, mit denen ich sonst nicht so viel zu tun hab. Also diese politische und und gesellschaftliche Ebene fand ich super geil. Vielen Dank und ein schönes Wochenende.

Christoph Bornschein: [00:55:25] Das wünsche ich euch auch. Schönen Dienstag auch. Tschau. Tschau.

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